Dem Ruf des sonnigen Südens gefolgt (Pressebericht vom August 2011)

HOHENMEMMINGEN. Die Hälfte des Jahres verbringt Götz Schumacher, ehemals Vorsitzender des Schützenvereins, auf einem Campingplatz in den italienischen Marken. Er ist dort kein Gast, sondern Betreiber. Im dritten Sommer beherbergt er nun schon Camper, nachdem er einen Urwald in einen idyllischen Platz verwandelt hat.

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„Wir waren komplett begeistert. Der Campingplatz ist eine Art Lichtung im Wald und ist super gelegen für Ausflüge an den Strand oder zu Wanderungen in den Marken. Als Tourist fühlt man sich in der Gegend wie ein König“, sagt die Giengenerin Sibylle Beyer, die mit ihrem Mann Willy vor einigen Wochen auf Götz Schumachers Foresta Camping zu Gast war.

Der Platz liegt etwa 24 Kilometer von der Adriaküse entfernt, nahe den Städten Porto San Giorgio und Fermo. Mitten in der Natur an einem bewaldeten Hang gelegen, bietet Schumachers Kleinod Urlaubern die Möglichkeit, die Seele baumeln zu lassen oder einen aktiven Aufenthalt zu erleben.

„Vor etwa sechs Jahren entstand bei mir der Gedanke, noch einmal etwas Neues in meinem Leben zu beginnen“, so der heute 58 Jahre alte Schumacher, der in Hohenmemmingen aufgewachsen ist und früher mit dem Lkw im Werksfernverkehr unterwegs war. „Italien war schon viele Jahre mein bevorzugtes Reiseziel und so stand schließlich dem Ruf in den Süden nichts mehr im Wege“, so der heutige Campingplatz-Chef.

Nach längerer Suche wurde Schumacher in den Marken fündig und kaufte ein Grundstück mit einer Größe von 4,2 Hektar. „Es stand eine Ruine darauf, ansonsten war das ganze Gelände mit dichtem Urwald bewachsen. Also stand viel Arbeit bevor“, so der Hohenmemminger.

Ein Wohnwagen und Ausrüstungsgegenstände wurden zunächst im Januar 2007 per Laster nach Bella Italia transportiert. Zwei Monate später wurde ein Sägewerk erworben, um das Holz des großen Grundstücks verarbeiten zu können. Nachdem im August desselben Jahres ein Baggerlader in den Besitz Schumachers überging, stand der schweißtreibende Abbruch der Ruine an.

Damit war der Einsatz für den Campingplatz aber noch lange nicht abgeschlossen. Anfang 2008 wurde ein neuer Schotterweg durch den Wald angelegt, und die Rasenfläche für die Stellplätze hergerichtet. Noch im Juni folgten sanitäre Anlagen, sodass alsbald die ersten Gäste begrüßt werden konnten.

„Jetzt ist der kleine Campingplatz die dritte Saison geöffnet. Einige Gäste aus dem Landkreis Heidenheim waren schon da. Natürlich auch Urlauber aus Hohenmemmingen und Giengen“, so Schumacher, der aber auch schon Camper aus Freiburg, Hannover, Berlin und Köln auf dem Platz hatte.

„Mit der Feuerstelle, Stockbrot, Kräutergarten, kleinem Pool, der Möglichkeit zum Bogenschießen und viel Ruhe ist mir, so glaube ich, ein netter Platz gelungen. Die herrliche Landschaft der Marken mit ihren netten Dörfern, Städten und Hügeln tut das Übrige“, sagt der 58-Jährige, der auf dem Platz in einem Holzbackofen auch selber Brot backt.

Betrieben wird der Platz von Mai bis September. Den Rest des Jahres verbringt Schumacher in Hohenmemmingen. „Das einzig Unschöne an der Sache ist, dass meine Frau noch arbeitet und wir uns so den Sommer über selten sehen“, so Schumacher. Der Campingplatz-Betreiber hofft, dass sich die Auslastung noch steigern lässt. Gleichzeitig stehen zur weiteren Gestaltung noch einige Arbeiten an: Ein paar Blockhütten sollen in nächster Zeit für die Gäste ohne Campingausrüstung entstehen. Ein kleiner Fußballplatz sowie eine Boulebahn sind ebenfalls geplant.

Info Wer mehr über den Campingplatz von Götz Schumacher in den italienischen Marken erfahren will, findet im Internet unter www.foresta-camp-ing.com weitere Informationen.